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Das Bavariahaus ist ein fünfstöckiges Wohn- und Geschäftshaus in der Wilhelmshavener Südstadt, das noch vor dem 1. Weltkrieg von der 1897 gegründeten Altonaer Bavaria Brauerei (später [[Bavaria-St. Pauli-Brauerei]]) errichtet wurde. Daher stammt auch der für Norddeutschland zunächst verwunderliche Name. Es liegt in unmittelbarer Nähe zum Wahrzeichen der Stadt, der [[Kaiser-Wilhelm-Brücke]] und im historischen Zentrum der erst 1869 gegründeten Stadt [[Wilhelmshaven]] Brune, Werner (Hrsg.) Wilhelmshavener Heimatlexikon, Band 2, K-R, Wilhelmshaven 1987, S. 622, Eintrag zur Roonstraße . Seit dem 29.05.1990 ist das Eckhaus als [[Baudenkmal]] Niedersachsens gem. § 4 NDSchG ausgewiesen. Verzeichnis der Kulturdenkmale der Stadt Wilhelmshavens gem. § 4 NDSchG, Stand: 09.03.2021  Das Bavariahaus wird im Verzeichnis der Kulturdenkmale der Stadt Wilhelmshavens mit folgender Begründung als Einzeldenkmal nach § 3 Abs. 2 NDSchG genannt: „geschichtliche Bedeutung aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes durch beispielhafte Ausprägung eines Stils und/oder Gebäudetyps".

[[Bavariahaus08032021NW.jpeg Ansicht von der Rheinstraße]]


Heute gilt das Bavariahaus mit der beherbergten Traditionskneipe "Bavaria-Krug" https://www.wilhelmshaven-touristik.de/erleben/urban/suedkiez/bavariakrug/ abgerufen am 01.03.2021  und dem ebenfalls im Haus befindlichen Weinlokal "Die Weinprobe", dem Restaurant "L´Orient" und dem Atelier des Kunstmalers Andreas-Magnus Janssen als ein Zentrum des sogenannten Südkiez in Wilhelmshaven. Dieses Viertel gilt inzwischen als aufstrebender Stadtteil und gewinnt zunehmend an Bedeutung.  Wilhelmshavener Zeitung, 16.07.2020, Beilage: Zukunft im Süden

Entstehung (vor dem ersten Weltkrieg)

 

 

Die Altonaer Bavaria Brauerei hat das Grundstück für den Bau des Bavariahauses vom Maler Takenberg erworben. Die Bremer Architekten [[Heinrich Wilhelm Behrens]] und [[Friedrich Neumark]] entwarfen das Wohn- und Geschäftsgebäude in Anlehnung an den [[Jugendstil]].  Brune, Werner (Hrsg.) Wilhelmshavener Heimatlexikon, Band 1, A-J, Wilhelmshaven 1986, S.87, Eintrag zum Bavariahaus  Laut eines historischen Zeitungsberichtes erfolgte der Bau zwischen 1911 und 1913. Wilhelmshavener Zeitung vom 09.12.1913  Auch das Heimatlexikon Wilhelmshaven gibt diesen Zeitraum an, in der die Baufirma Paul Kossel  & Cie. das Eckhaus als Stahlbetonskelettkonstruktion errichtet hat. Brune, Werner (Hrsg.) Wilhelmshavener Heimatlexikon, Band 1, A-J, Wilhelmshaven 1986, S.87, Eintrag zum Bavariahaus  Die Datierung im Verzeichnis der Kulturdenkmäler gibt allerdings ca. 1905 als Baujahr für das große fünfstöckige Eckhaus mit Eingängen an der Roonstraße (heute: Rheinstraße) und an der Oldenburger Straße (heute: Ahrstraße) Stadtarchiv Wilhelmshaven, http://www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de/Tabelle/strassennamen.html, abgerufen am 27.02.2021  an.

[[Bavariahaus Ansichtskarte1914.png Historische Ansichtskarte von 1914 vom Bavariahaus Roonstraße Ecke Oldenburger Straße]]

 

   


Die nach dem preußischen Generalfeldmarschall Graf [[Albrecht von Roon]] benannte Roonstraße war früher die Hauptgeschäftsstraße Wilhelmshavens.Brune, Werner (Hrsg.) Wilhelmshavener Heimatlexikon, Band 2, H-R, Wilhelmshaven 1987, S.622, Eintrag zur Roonstraße  Bei dem Eckhaus handelt es sich um einen [[Massivbau]], dessen Fassade teils aus Putz, teils aus Ziegelmauerwerk im Wechsel ausgeführt wurde.  Verzeichnis der Kulturdenkmale der Stadt Wilhelmshavens gem. § 4 NDSchG, Stand: 09.03.2021  

 

 

Auffällig sind die bunten, bleiverglasten Fenster im Treppenhaus, die Erkerfenster und die bogenförmigen Balkone ([[Loggia]]) auf der Ostseite. Die Dach-[[Mansarde]]n waren als [[Fledermausgaube]]n ausgeführt.

[[Fenster_bleiverglast.png 08032021 Ansicht von innen Zwischengeschoss 1]]

 

   

Einen Eindruck von der ursprünglichen Fassade vermittelt auch ein Gemälde (Öl auf Leinwand), das in Anlehnung an alte Ansichtskarten von Sabine Röben gemalt wurde.


[[Bavariahaus 1914 Gemaelde.jpg Bavariahaus 1914 Wilhelmshaven Ecke Roonstraße/ Oldenburger Straße]]



Im Erdgeschoss waren zur Entstehungszeit drei Läden und zwei Gasträume untergebracht. Am 22. November 1913 wurde der bis heute existierende Bavaria-Krug  als Stehbierhalle eröffnet. Die Kneipe hatte damals noch zwei Eingänge, einen an der Ecke und einen weiteren 10 Meter nach links an der Ahrstraße, sodass sich die Gäste immer am Tresen entlang schieben konnten, „(…) ein kleines Bier am Anfang, ein kleines Bier am Ende und dann hinten wieder raus“ https://www.radiobremen.de/nordwestradio/serien/schauplatz-nordwest/bavariahaus-wilhelmshaven100.html, Schauplatz Nordwest 13.12.2016, 15:40  Gaststätte und Kneipe wurden damals von dem Wirt August Schramm geführt. Wilhelmshavener Zeitung vom 22.11.2013, Betreutes Trinken seit 1913, 100 Jahre Bavaria Krug In den tiefen Kellerräumen der Brauereiniederlassung mit extra dicken Wänden wurde das per Schiff aus Hamburg heran transportierte Bier in Flaschen gefüllt.Wilhelmshavener Zeitung vom 09.12.1913
Die oberen vier Etagen dienten als hochherrschaftliche Wohnungen mit echtem Parkettboden und [[Stuck]] an den Decken. In den Mansarden im Dachgeschoss war das Gesinde untergebracht.
Das Wohn- und Geschäftshaus war u.a. mit einer zentralen Warmwasserheizung, einer voll elektrischen Beleuchtung, einer Hausfernsprechanlage, einer Eiserzeugungsmaschine und einem elektrisch betriebenen Aufzug für den Transport der Bierfässer aus und in den Keller ausgestattet. Damit galt das Bavariahaus als eines der modernsten Gebäude in Wilhelmshaven. Die damaligen Baukosten werden in der Wilhelmshavener Zeitung vom 09.12.1913 auf „über eine halbe Million“ (Anmerkung: Reichsmark) beziffert. Wilhelmshavener Zeitung vom 09.12.1913

== Entwicklungen von 1918 bis 1945 ==

Zur Geschichte des Hauses zwischen den Weltkriegen gibt es nur wenige Fotodokumente. Aus einem Foto von 1920 (Foto kann im Stadtarchiv Wilhelmshaven eingesehen werden) geht hervor, dass das Haus den ersten Weltkrieg ohne größere Beschädigungen überstanden hat.
Nach dem 1. Weltkrieg expandierte die Bavaria-Brauerei und fusionierte 1922 mit der 1863 gegründeten Aktien-Brauerei aus Hamburg-St. Pauli zur [[Bavaria-St. Pauli-Brauerei]]. Über ein Dutzend norddeutscher und Hamburger Brauereien wurden im Laufe der Jahre von der Brauerei übernommen und in diese integriert, so u.a. auch das spätere Friesische Brauhaus in [[Jever]] (damals bekannt als FETKÖTER-BRAUEREI).  https://www.jever.de/brauerei/historie/ abgerufen am 04.03.2021  Vertrieben wurde das Bier zunächst noch unter dem Namen Bavaria-St. Pauli-Bier. Erst 1937 wurde zum ersten Mal „Jever Pilsener“ unter seinem bis heute gültigen Namen vom Bavariahaus aus verkauft. Der Zusammenhang zwischen den Brauereien ist aus dem damaligen Bieretikett ersichtlich.  https://www.jever.de/brauerei/historie/ abgerufen am 04.03.2021  
Der zweite Weltkrieg hinterließ deutlichere Schäden am Bavariahaus. Wie man auf einem Foto von 1941 (Foto kann im Stadtarchiv Wilhelmshaven eingesehen werden) sehen kann, sind die Schaufenster der Geschäftsräume im 2. Weltkrieg zerstört worden. Dass es das Bavariahaus heute noch gibt, ist einem beherzten Mitarbeiter der damaligen Brauerei zu verdanken. Als das Haus von Brandbomben im 2. Weltkrieg getroffen wurde, soll dieser die Brandbomben eigenhändig wieder rausgeworfen haben. https://www.radiobremen.de/nordwestradio/serien/schauplatz-nordwest/bavariahaus-wilhelmshaven100.html, 13. Dezember 2016, 15:40 Uhr

== Wiederaufbau und Nachkriegszeit bis Ende der 60er Jahre ==

Über die Nachkriegsjahre und die Sanierungsarbeiten ist nichts schriftlich überliefert. Allerdings heißt es auf der Homepage des heutigen Friesischen Brauhauses in Jever: „Wegen Treibstoffmangels wurde Bier nur noch an Selbstabholer direkt an der Brauerei verkauft. Der damalige kaufmännische Leiter fährt selbst von Hof zu Hof, um Gerste einzukaufen oder einzutauschen.“  https://www.jever.de/brauerei/historie/ abgerufen am 04.03.2021
Erste Fotos aus der Nachkriegszeit stammen aus dem Jahr 1958. (Fotos können im Stadtarchiv Wilhelmshaven eingesehen werden). Hier sind die Kriegsschäden beseitigt.

 

Auf einem Foto von Mitte der 1960er Jahre erkennt man ein neues Werbeschild der Bavaria-St. Pauli-Brauerei an der Fassade. Schriftlich dokumentierte Schilderungen zur Situation im Bavariahaus in den 60er Jahren stammen aus einem Artikel in der Wilhelmshavener Zeitung  Wilhelmshavener Zeitung vom 27.11.2013, Ursula Grosse Bockhorn, Bavaria-Haus: Echtes Parkett, Defekte Heizung Und Abenteuer pur   und einer Sendung von Radio Bremen. https://www.radiobremen.de/nordwestradio/serien/schauplatz-nordwest/bavariahaus-wilhelmshaven100.html, 13. Dezember 2016, 15:40 Uhr

 

 

[[File:Bavariahaus Leuchtreklame Mitte 60er.png|thumb|Bavariahaus in Wilhelmshaven mit Leuchtreklame der Bavaria-und St.Pauli-Brauerei Mitte 60er]]


Beide Beiträge zitieren Kindheitserinnerungen von Herrn Niels Böhme, der ab 1968 mehrere Jahre in dem Haus gelebt hat.
Sein Vater Ernst Böhme war zu dieser Zeit Niederlassungsleiter der Bavaria-St. Pauli-Brauerei und hatte sein Büro in den Räumen, wo sich heute „Die Weinprobe“ befindet. Seine Dienstwohnung hatte Ernst Böhme mit seiner Familie in einer der Sechs-Zimmer-Wohnungen des Bavariahauses, diese hatten zwar noch das alte Parkett und hohe Stuckdecken, waren aber technisch nicht in bestem Zustand. „Durch die Doppelfenster pfiff im Winter der Wind. Und im Wochentakt seien die Heizungen ausgefallen, weil Leitungen leckten.“  Wilhelmshavener Zeitung vom 27.11.2013, Ursula Grosse Bockhorn, Bavaria-Haus: Echtes Parkett, Defekte Heizung und Abenteuer pur  Der Keller diente als Lager für Fassbier. Hinter dem Hof in der Wupperstraße wurde in einer Halle das aus Jever angelieferte Bier zwischengelagert. Bis zu 15 Lkw sollen als Lieferfahrzeuge im Einsatz gewesen sein. Die Rheinstraße war damals noch eine wichtige Geschäftsstraße. Nach Böhmes Erinnerungen gab es damals in der Umgebung drei Schlachter, zwei Feinkost- bzw. Tante-Emma-Läden, drei Kioske, eine Drogerie, ein Bettengeschäft, einen Friseur und einen Bäcker.
[[File:Bleiverglaste Fenster2.png|thumb|Bleiverglaste Fenster im Hochparterre des Bavariahauses in Wilhelmshaven]]
[[File:Bavariahaus Bleiverglaste Fenster.jpg|thumb|Innenaufnahme, Treppenhaus]]
[[File:Bavariahaus Innenaufnahme.jpg|thumb|Bavariahaus Innenaufnahme mit Deckenstuck und historischer Schiebetür]]

== Jüngere Geschichte ab den 70er Jahren bis heute ==

„Der Brauereibetrieb wurde in den 1970er Jahren in Jever zentralisiert, das Bavaria-Haus verkauft.“  Wilhelmshavener Zeitung vom 27.11.2013, Ursula Grosse Bockhorn: Bavaria-Haus: Echtes Parkett, defekte Heizung und Abenteuer pur

1983 erstand der Wilhelmshavener Unternehmer Wolfgang Schottler  Brune, Werner (Hrsg.) Wilhelmshavener Heimatlexikon, Band 1, A-J, Wilhelmshaven 1986, S.87, Eintrag zum Bavariahaus  das Traditionsgebäude der Hamburger Bavaria St. Pauli Brauerei und ließ es unter Leitung des Architekten Hermann Dratwa kernsanieren  Hermann Dratwa (Architekt), Pläne (Grundriss und Schnitte) von 1984, wobei auf den Erhalt typischer Elemente aus den Entstehungsjahren großer Wert gelegt wurde. Soweit möglich wurden das ursprüngliche Eichenparkett, die antiken Türen sowie die Stuckdecken aufgearbeitet und erhalten, gleiches galt für die bunten Bleikristallfenster im Treppenhaus, sowie die Treppengeländer.
[[File:Bavariahaus Wilhelmshaven Innenaufnahme.jpg|thumb|Historische Innentüren und altes Parkett]]
Nach der Sanierung ist auch das Dachgeschoss zu Wohnungen ausgebaut worden. Die Fledermausgauben auf dem Dach sind durch Walmdachgauben ersetzt worden. Das Bavariahaus beherbergt seitdem neben den 4 unterschiedlich großen Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss noch 10 große Eigentumswohnungen, die vom Eingang Rheinstraße 14 zugänglich sind und 9 kleinere Eigentumswohnungen, die man über den Eingang Ahrstraße 11 erreicht. Helmut Arkenau (Notar), Urkunde 2308 der Urkundenrolle von 1986, verhandelt am 5. Juni 1986 Im Treppenhaus Rheinstraße 14 integrierte man einen Fahrstuhl. Im ehemaligen Keller der Brauerei sind seitdem Kellerräume für jede Wohnung abgeteilt. Statt durch die alte, zentrale Heizungsanlage im Keller verfügen jetzt alle Wohnungen über eigene Gasheizungen. Hermann Dratwa (Architekt), Sanierungsplanung für das Bavariahaus (Grundrisse und Schnitte) von 1984
[[File:Bavariahaus aus NW 2015.png|thumb|Bavariahaus mit Gewerbeeinheiten vor der Sanierung der Fenster im Erdgeschoss 2015]]
[[File:Bavariahaus aus NO 2015.png|thumb|Bavariahaus vor der Sanierung der Fenster im Erdgeschoss 2015]]

[[File:Bavariahaus08032021NW.jpg|thumb|Ansicht der Gewerbeeinheiten im Bavariahaus 2021 in Wilhelmshaven, Rheinstraße 14 von NW]]

In den letzten beiden Jahrzehnten haben Bewohner und Geschäftsleute zur Erhaltung des Bavariahauses im sich entwickelnden Südkiez beigetragen. Im Sommer 2005 wurde das gesamte Haus neu verputzt und in einer pastelligen Nuance des Habsburger Gelbs (auch Kaiser Gelb oder [[Schönbrunner Gelb]]) mit weißen und grauen Absätzen gestrichen. 2015 ließ die Eigentümergemeinschaft in Abstimmung mit dem Amt für Denkmalpflege und Denkmalschutz alle Eingänge erneuern. Passend dazu erfolgte 2017 und 2019 die stilgerechte Erneuerung der Fenster der Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss. Zu den vier Lokalen bzw. Geschäften sind folgende Entwicklungen dokumentiert.

Von der Traditionskneipe Bavaria-Krug ist überliefert, dass von 1998 bis 2005 Erika Schlieske Wirtin/Pächterin war. Wilhelmshavener Zeitung vom 22.11.2013, Betreutes Trinken seit 1913, 100 Jahre Bavaria Krug  Ab 2005 bis Ende 2019 führte Wolfgang Willig als Eigentümer den Bavaria-Krug. https://www.wilhelmshaven-touristik.de/erleben/urban/suedkiez/bavariakrug/ abgerufen am 01.03.2021  Zum Ende des Jahre 2019 kaufte die langjährige Südstädterin und Mitarbeiterin der Traditionskneipe, Antje Wiese, den Bavaria Krug. Die Corona bedingte Schließung 2020  Wilhelmshavener Zeitung vom 02.06.2020 , Michael Halama: Wirte in der Krise, Wenn Bier- und Zapfhahn dicht sind hat sie für vorsichtige Renovierungen unter Erhaltung des alten Hafenkneipenstils genutzt.

1982 übernahm Wolfgang Falkenberg als Pächter die Führung des traditionellen Bavaria Restaurants, das er mit seiner Lebensgefährtin Sigrid Albers führte.Wilhelmshavener Zeitung vom 22.04.2007, Hier darf der Koch noch Koch sein  
Das Gastronomenpaar übergab nach mehr als 25 Jahren am 01. März 2007 das traditionelle, auf Fischgerichte und gutbürgerliche Küche spezialisierte „Bavaria Restaurant“ an Mike Marzelt. Dieser kaufte das Restaurant und betrieb es zunächst selbst weiter in der Tradition als Fischrestaurant. Am authentischen Ambiente wurde bewusst festgehalten. „Die hohen Decken, die zwei Kandelaber mit Lampenschirmen wie von Petroleumlampen verbreiten einen eigentümlichen Charme. (…) Auch zu Kaisers Zeiten werden Speisewirtschaften im preußischen Wilhelmshaven ähnlich ausgesehen haben.“ Wilhelmshavener Zeitung vom 22.04.2007, Hier darf der Koch noch Koch sein Ab September 2011 führten Vanessa und René Wollering als Pächter die Gaststätte und ließen sie 2014 renovieren. Das Fischrestaurant mit maritimem Flair blieb zwar in seiner Form erhalten, wurde aber innen hell gestrichen und mit neuen Tischen und Bänken ausgestattet. Wilhelmshavener Zeitung vom 30.03.2014, S. 16, Ein ganz frischer Wind für die „Perle der Südstadt“ und S.17, „Fischrestaurant für Feinschmecker“ 2017 schloss das Lokal und beherbergt seit Mitte Januar 2019, nach umfangreicher Renovierung der Gasträumlichkeiten das libanesische Restaurant „L´Orient“ unter der Leitung der Familie Kara-Ali. Wilhelmshavener Zeitung vom 31.01.2020, Erlesener Genuss gepaart mit Wohlfühlambiente in der Südstadt

Im ehemaligen Büro des Geschäftsführers der Bavaria Sankt Pauli Brauerei rechts neben dem Haupteingang zum Bavariahaus befindet sich seit November 2008 Jörg Wilkes Weinhandlung „Die Weinprobe“, die mit ihrem vielfältigen Weinangebot, zusätzlichen Seminaren und Veranstaltungen den Südkiez bereichert. Wilhelmshavener Zeitung vom 07.11.2008, S. 34, Wein und Wissen: „Die Weinprobe“ eröffnet   Wilhelmshavener Zeitung, 2014, Michael Halam, Gemeinsam stark im Südstadtkiez

Auch die [[Bildende Kunst]] hat im Bavariahaus einen Platz. Seit 2000 arbeitet rechts direkt neben dem Weinlokal der freischaffende Künstler Andreas-Magnus Janssen  https://www.kunstagent.net/de/kuenstler/andreas-janssen/ abgerufen am 08.03.2021   in seinem Atelier an eigenen Werken sowie Auftragsarbeiten. Der Raum wird jährlich wiederkehrend zur kleinen Galerie umgestaltet, in der der Künstler dann seine Arbeiten der letzten Monate zeigt. https://www.wilhelmshaven-touristik.de/erleben/urban/sehenswuerdigkeiten/details-poi/atelier-andreas-magnus-janssen/ abgerufen am 08.03,2021  Weinhändler und Kunstmaler kooperieren bei der „Edition Wattenmeer“, deren Produkte die Schönheit der Region spiegeln. Andreas-Magnus Janssen schafft dazu Wattenmeer typische Motive, die der speziellen Gestaltung der Weinflaschen dienen. https://edition-wattenmeer.de/ueber-uns/ abgerufen am 08.03.2021

== Literatur ==
* Brune, Werner (Hrsg.) Wilhelmshavener Heimatlexikon, Band 1, A-J, Wilhelmshaven 1986
* Brune, Werner (Hrsg.) Wilhelmshavener Heimatlexikon, Band 2, K-R, Wilhelmshaven 1987
* Brune, Werner (Hrsg.) Wilhelmshavener Heimatlexikon, Band 3, S-Z, Wilhelmshaven 1987

== Einzelnachweise ==
[[Kategorie:Kultur (Wilhelmshaven)]]
[[Kategorie:Liste (Baudenkmale in Niedersachsen)]]
[[Kategorie:Baudenkmal in Wilhelmshaven]]
[[Kategorie:Erbaut in den 1900er Jahren]]